Ausgabeaufschlag

Beim Kauf von Anteilen an einem Investmentfonds wird eine Gebühr fällig – der sogenannte Ausgabeaufschlag. Damit wird ein Betrag beschrieben, der beim Kauf von Fondsanteilen auf den sogenannten Rücknahmepreis der Fonds aufgeschlagen wird. Angegeben wird der Ausgabeaufschlag als Prozentwert. Abgegolten werden sollen mit diesem auch als Agio oder Aufgeld bezeichneten Ausgabeaufschlag die Vertriebskosten beim Verkauf von Investmentfonds. Berechnet wird der Ausgabeaufschlag in aller Regel nach der sogenannten Nettomethode: Im Kaufpreis der Fonds ist der Ausgabeaufschlag bereits enthalten. Wer also Fondsanteile für 1.000 Euro kauft und fünf Prozent Ausgabeaufschlag bezahlt, zahlt 47,62 Euro Ausgabeaufschlag (1.000*5/ 105). Bei der Bruttomethode werden die fünf Prozent auf den Anlagebetrag von 1.000 Euro berechnet – der Ausgabeaufschlag beträgt also in diesem Fall 50 Euro, Sie bekommen als Kunde weniger Fondsanteile. Wichtig ist es deshalb, bei einem Fondsvergleich darauf zu achten, ob der Ausgabeaufschlag nach der Netto- oder nach der Bruttomethode berechnet wird.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Unabhängig von der Art der Berechnung müssen Sie beim Fondssparen nicht immer den vollen Ausgabeaufschlag zahlen. Wer auf eine Beratung verzichten kann und das Fondssparen nicht in seiner Filialbank abwickeln muss, der kann bei Discountbrokern wie der ING Diba oder der Netbank bares Geld sparen: Dort werden bis zu 100 Prozent Rabatt auf Ausgabeaufschläge gewährt. Eine andere Möglichkeit, Investmentfonds günstig zu kaufen, ist der Kauf von Fondsanteilen über die Börse. Dabei fällt der Ausgabeaufschlag weg, und es werden lediglich Gebühren und kleinere Aufgelder fällig.

Ausgabeaufschlag und Rendite

Wer den Ausgabeaufschlag reduzieren oder sogar auf null drücken kann, fährt bei der Rendite seiner Investmentfonds deutlich besser. Wer über 30 Jahre monatlich 200 Euro in einen Investmentfonds investiert, hat bei sechs Prozent jährlichem Kurszuwachs ohne Ausgabeaufschlag am Ende rund 98.000 Euro auf der hohen Kante. Wer hingegen mit einem Ausgabeaufschlag von drei Prozent rechnen muss, verliert fast 3.000 Euro − bei sechs Prozent Ausgabeaufschlag sind es sogar fast 6.000 Euro. Es lohnt sich also, beim Fondssparen den Ausgabeaufschlag so gut wie möglich zu vermeiden.

Anzeige

Zinsrechner

Sparplanrechner

Kreditrechner

Anzeige
(c) 2015 Mestmedia GbR / esion GmbH      Kontakt | Impressum | AGB & Nutzungsbedingungen | Datenschutz