Kirchensteuer

Wer in Deutschland Mitglied in einer der christlichen Kirchen ist, muss Kirchensteuer zahlen. Die wird nicht nur auf das Einkommen und die entsprechende Lohnsteuer erhoben, sondern auch auf die Kapitalertragsteuer aus Kapitalanlagen. Teilt man der Bank mit, welcher Kirche man angehört, werden die Beiträge gleich mit der Kapitalertragsteuer abgeführt. Ansonsten erfolgt die Abrechnung mit der nächsten Steuererklärung über die Anlage KAP. Mit Beginn des Jahres 2015 sind die Banken verpflichtet, Kirchensteuer direkt einzubehalten und an die Glaubensgemeinschaften weiterzuleiten.

Kirchenaustritt als Option?

Wer um die Kirchensteuer herumkommen will, hat nur eine Chance: den Kirchenaustritt. Wer die Kirchen verlässt, spart sich in Zukunft die Pflicht zur Zahlung der Kirchensteuer. Tritt der Hauptverdiener aus der Kirche aus, während der andere Ehegatte mit geringeren Einkünften in der Kirche bleibt, muss das Ehepaar keine Kirchensteuer zahlen, da dem kirchensteuerpflichtigen Ehegatten keine anteilige Bemessungsgrundlage zugeordnet werden kann. In einem solchen Fall wird jedoch das besondere Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe fällig. Grundlage dafür ist das gemeinsame zu versteuernde Einkommen der Ehegatten – maximal werden 3.600 Euro Kirchgeld fällig. Der einzige Trost: Eine gezahlte Kirchensteuer wird auf das fällige besondere Kirchgeld angerechnet.

Kirchensteuer ist steuerlich absetzbar

Gezahlte Kirchensteuer kann übrigens steuerlich abgesetzt werden – als Sonderausgaben. Meist liegt die Kirchensteuer deutlich über dem, was für Sonderausgaben pauschal berücksichtigt wird: Das sind lediglich 36 Euro für allein veranlagte Steuerzahler und 72 Euro für gemeinsam veranlagte.

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